How-to: Redaktionsplan für Social Media

Die sozialen Medien gehören für viele Unternehmen schon zum Standart-Repertoire in der Kommunikation. Und auch Medienhäuser können mit passenden Formaten Ihre junge Zielgruppe via Social Media erreichen und in den Dialog treten.
Und so gilt es für die Mitarbeitenden im Newsroom – sei es in journalistischen Redaktionen oder in Unternehmen – die sozialen Netze schon bei der Themenplanung zu berücksichtigen. Sind die passenden Inhalte gefunden, erfolgt die Übertragung in einen Redaktionsplan. Auf welchem Kanal findet das Thema statt? Wann soll gepostet werden und wer ist für die Planung verantwortlich? Diese und viele weitere Aspekte lassen sich in einem Redaktionsplan für Social Media festhalten.

Social Media Redaktionsplan

Was ist ein Redaktionsplan für Social Media?

Als eine Art angereicherter Kalender fungiert ein Redaktionsplan für Social Media als wertvolle Planungs- und Umsetzungshilfe in den sozialen Netzwerken. In einem Redaktionsplan können Redakteure und Social Media Verantwortliche unter anderem festhalten,

  • welche Inhalte sie in den Social Media veröffentlichen,
  • in welchem Format sie ihren Content teilen,
  • zu welchem Zeitpunkt sie eine Information posten und
  • für welchen Social-Media-Account der Inhalt bestimmt ist.

Natürlich gibt es verschiedene Ansätze für die Redaktionsplanung: papierbasiert, mit Excel & Co., über das CMS und mit einem professionellen Planungs-Tool. Worin sich die vier Herangehensweisen unterscheiden, haben wir in einer Übersicht zusammengestellt.

 

Welche Vorteile bietet die Planung von Social Media Inhalten?

Zweifelsohne verursacht es einen großen Aufwand, einen Redaktionsplan für Social Media zu erstellen, der Monate in die Zukunft reicht. Doch die Mühen auf sich zu nehmen und eine Vielzahl an Informationen im Redaktionsplan festzuhalten, lohnt sich für alle, die Social Media im Newsroom etablieren wollen. Sie profitieren unter anderem von folgenden Vorteilen:

Regelmäßig posten

Um eine nennenswerte Reichweite und Relevanz innerhalb der eigenen Community aufzubauen, braucht es einen kontinuierlichen Informationsfluss, um den Weg in die Timelines – und damit in die Köpfe der Zielgruppe oder Leserschaft – zu finden. Aber Vorsicht: Auch ein Zuviel hat negative Folgen. Ein Redaktionsplan für Social Media bildet eine optimale Grundlage, um in einen dauerhaften Dialog mit Lesern oder potenziellen Kunden zu treten. Einmal vorgeplant, ist es dann sehr viel leichter, einen Beitrag zum passenden Zeitpunkt zu posten. Das gibt – insbesondere im hektischen Newsroom-Alltag – eine gewisse Sicherheit: Redakteure müssen sich um das „Was“ keine Gedanken machen, sondern das Thema im passenden Format nur noch umsetzen.

Wertvolle Erkenntnisse erhalten

In Kombination mit einem Analyse-Tool versetzt ein Redaktionsplan für Social Media die Mitarbeitenden im Newsroom in die Lage, den Erfolg ihrer Aktivitäten in den Social Media kontinuierlich zu überwachen. Sie erfahren, welche Themen in welchem Kanal besonders gut ankommen – und welche nicht –, wo sie ihre Zielgruppe am besten erreichen und welcher Zeitpunkt für ein Posting im jeweiligen Kanal am besten geeignet ist. So lassen sich nicht nur die Inhalte der Beiträge immer zielgruppen- und kanalspezifischer gestalten. Zugleich gibt es immer weniger Streuverluste bei der praktischen Umsetzung.

Vielfältige und relevante Themen finden

Insbesondere Corporate Newsrooms sind gut beraten, einen umfangreichen Redaktionsplan für Social Media zu erstellen. Denn anders als in journalistischen Redaktionen gibt es nur eine begrenzte Menge relevanter Themen. Darum ist es umso wichtiger, das Maximum aus jedem Thema herauszuholen und es immer wieder in den sozialen Medien zu pushen. Um für eine gewisse Abwechslung und Vielfalt zu sorgen, sollten Redakteure ein Thema – über mehrere Monate verteilt – in verschiedenen Formaten aufbereiten und an passenden Touchpoints platzieren. Um dabei nicht nur den Überblick zu behalten, sondern auch möglichst effizient zu sein, braucht es zwingend einen Redaktionsplan für Social Media.

Einen aktuellen Aufhänger finden

Anlässe für einen Post in den Social Media gibt es viele. Doch wer dabei immer nur seine Produkte bewirbt und die Vorzüge des eigenen Angebots in den Vordergrund rückt, wird schnell als Spammer abgestempelt. Zielführender ist es, Feiertage (z. B. Weihnachten, Ostern), aktuelle Ereignisse (z. B. Fußball-Weltmeisterschaft, Bundestagswahl) oder auch etwas kuriose Themen- beziehungsweise Aktionstage (Tag der Jogginghose, Räume-Deinen-Schreibtisch-auf-Tag) als Aufhänger zu verwenden. Natürlich hat niemand all diese besonderen Tage auf dem Schirm. Umso wichtiger ist es, sie in den Redaktionsplan für Social Media einzutragen.

Zeit sparen

Gute Planung ist die halbe Miete – das gilt insbesondere im Hinblick auf den Redaktionsplan für Social Media. Im turbulenten Alltag einen Plan an der Hand zu haben, um dann einen vorgefertigten Beitrag nur noch posten zu müssen, spart Unmengen an Zeit. Noch effizienter gestaltet sich das Social Media Doing, wenn etliche Prozesse der Themenfindung, -aufbereitung und -umsetzung automatisiert erfolgen. Wie künstliche Intelligenz die Effizienz der redaktionellen Themenplanung erhöht, gibt es im FKT-Magazin – Ausgabe 12/2020 zum Nachlesen.

Warum ist es sinnvoll, den Social Media Redaktionsplan mit einer Software zu erstellen?

Wem es nur um die inhaltliche und zeitliche Planung seiner Social-Media-Aktivitäten geht, braucht selten mehr als einen papier- oder Excel-basierten Redaktionsplan. Sobald der Redaktionsplan für Social Media auch die praktische Umsetzung unterstützen soll, sind andere Funktionen vonnöten. Moderne Newsrooms verfügen über eine Software-Lösung, die den kompletten Content-Prozess von der Recherche über die Erstellung bis hin zum Posten automatisiert – womöglich sogar durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz. Der größte Vorteil einer solchen Newsroom Software liegt auf der Hand: von der Themen-Recherche bis zur Organisation im Team und der Planung des Posts kann alles über ein einziges Tool abgedeckt werden. Zusätzlich lassen sich auch alle Reaktionen auf einen Post dank eines Monitorings abdecken.

Welche Rolle spielt KI bezüglich eines Redaktionsplans für Social Media?

Nicht nur, aber auch wegen der Social Media wächst neben der Menge an Informationen auch die Anzahl der Informationsquellen in rasantem Tempo. Darum müssen Redakteure die Nachrichten- und Informationslage permanent monitoren, das Relevante herausfiltern und es in ihre Themenplanung aufnehmen. Der Einsatz von künstlicher Intelligenz kann diesen Prozess beschleunigen und dem Redakteur wertvolle Zeit ersparen.

Denn eine KI ist in der Lage, unzählige Streams – von Nachrichtentickern über die Websites von Medienhäusern bis hin zu den Feeds verschiedener Social-Media-Plattformen – zu überwachen, die eingehenden Meldungen zu strukturieren, sie vorzusortieren und in Themen-Clustern zusammenzufassen. Voraussetzung ist, dass die entsprechend KI-basierte Planungs-Software über Schnittstellen (APIs) oder Konnektoren mit den gewünschten Social-Media-Plattformen verknüpft ist. So können Newsrooms die Social Media nicht nur nutzen, um sich inspirieren zu lassen und um Informationen zu beschaffen, sondern auch, um erstellte Beiträge ohne Umwege im Netzwerk ihrer Wahl zu posten.

Das sind die wichtigsten Features eines KI-basierten Social Media Redaktionstools:

  • Redaktionsplanung für all deine Social Media Kanäle
  • Social Media als Informationsquelle nutzen
  • Kanäle managen
  • Verantwortlichkeiten zuweisen
  • Streams monitoren
  • Posts und Beiträge der Konkurrenz überwachen
  • Relevante Nachrichten taggen
  • Posts einem bestimmten Thema zuordnen
  • Archivmaterial durchsuchen
  • Beiträge planen, erstellen, freigeben, veröffentlichen
  • Thematisch passende Medien (Foto, Video, Audio, Link) ergänzen
  • Bearbeitungsstatus anzeigen
  • Vorschläge für passende Keywords und Metadaten automatisch erhalten
  • Auf Kommentare, Nachrichten und Erwähnungen reagieren
  • Sehen, an welchen Themen die Kollegen arbeiten
  • Sich im integrierten Chat mit Kollegen austauschen
  • Vorhersagen, welche Themen zukünftig relevant sein werden
  • Performance analysieren

Redaktionsplan für Social Media in der Praxis

Neugierig, wie der Westdeutsche Rundfunk unser KI-basiertes Planungstool Newsmind Stories nutzt?

8 Tipps für die praktische Umsetzung

 

1

Redaktionsplan für Social Media erstellen.

Zur Schritt-für-Schritt Anleitung.

2

Postings im Redaktionsplan für Social Media aufeinander abstimmen.

Pauschale Empfehlungen à la „ein Post pro Tag“ gibt es nicht. Je nach Netzwerk braucht es eine andere Posting-Frequenz. Weil ein Tweet eine Lebensdauer von nur rund einer Viertelstunde hat, sind hier mehrere Tweets über den Tag verteilt sinnvoll. Weitaus geringer sollte die Frequenz in den Business-Netzwerken wie Xing und LinkedIn sein. Hier – und übrigens auch bei Facebook – genügen wenige Posts pro Woche. Bei Instagram hingegen zählt Konsistenz: Wer jeden Montagmorgen und jeden Freitagnachmittag postet, sollte das auch weiterhin tun. Denn im Redaktionsplan für Social Media sind nicht nur die Frequenz pro Kanal und die bevorzugte Uhrzeit zum Posten festzuhalten. Die Beiträge sollten auch zeitlich und thematisch aufeinander abgestimmt ein.

3

Status quo analysieren

Wo läuft es gut, wo gibt es Optimierungsbedarf? Je nachdem, wie die Analyse ausfällt, ist der Redaktionsplan für Social Media entsprechend zu gestalten. Im Zweifel kann es eine Überlegung wert sein, die Aktivitäten in einem Kanal mit wenig Reichweite einzustellen und die freigesetzten Ressourcen in die übrigen Plattformen zu investieren.

4

Inhalte mischen.

Die Social Media leben vom Austausch mit anderen Nutzern. Es gilt, die individuell passende Mischung aus eigenen sowie fremden Inhalten zu finden und sie im Redaktionsplan für Social Media entsprechend abzubilden. Dabei können sich Newsrooms an der 5-3-2-Regel orientieren. Sie gibt das Mengenverhältnis der geposteten Inhalte wieder: 5 Re-Posts fremder Inhalte – 3 Beiträge mit (mehrwertigen) Informationen über das eigene Unternehmen und seine Produkte – 2 Beiträge, die etwas persönlicher, menschlicher oder emotionaler gehalten sind.

5

Content-Quellen festhalten.

Apropos fremde Inhalte: Gemäß der 5-3-2-Regel braucht es permanent externe Inhalte zum Teilen. Wer erst unmittelbar vor dem Posten mit der Recherche beginnt, wird die Lust an den Social Media schnell verlieren. Darum ist es ratsam, relevante Content-Quellen im Redaktionsplan für Social Media zu hinterlegen.

6

Formale Konventionen der jeweiligen Plattform berücksichtigen.

Sich mit den bevorzugten Content-Formaten pro Plattform vertraut zu machen und vor allem immer auf dem Laufenden zu halten, ist natürlich auch für die Redaktionsplanung unerlässlich. Die Information zum Format, also zum Beispiel Reel, Video oder Infografik, gehört ebenfalls in den Social Media Redaktionsplan.

7

Spontaneität zulassen.

Ein Redaktionsplan für Social Media ist ein sehr sinnvolles Hilfsmittel – nicht mehr und nicht weniger. Er gibt eine gewisse Sicherheit im Umgang mit sozialen Netzwerken. Doch starr an einem Post festzuhalten, eben weil er im Plan steht, ist angesichts dynamischer Entwicklungen auf allen Ebenen wenig vorteilhaft. Flexibilität an den Tag zu legen und spontan zu reagieren, sollte immer möglich sein.

8

Themen und Posts in der Pipeline haben.

Kollegen können immer mal krank werden oder derart viel zu tun haben, dass sie einen Beitrag nicht rechtzeitig zuliefern können. Idealerweise gibt es im Redaktionsplan für Social Media eine Sammlung an Themen oder gar vorbereiteten Posts, mit denen sich etwaige Lücken schließen lassen. Das können zum Beispiel Beiträge von Partnern sein oder solche, die bereits einmal veröffentlicht wurden und damals gut angekommen sind. Dann könnten Newsrooms diese Beiträge leicht anpassen und erneut posten.

Redaktionsplan für Social Media – unser Fazit

Ein Redaktionsplan ist für Social Media Verantwortliche unerlässlich. Welche Themen sind gesetzt, wer arbeitet an der Umsetzung und wo wird wann gepostet? Ein Redaktionsplan schafft Struktur und lässt eine langfristige Planung zu. Professionelle Tools können sogar noch mehr: Sie übernehmen gleichzeitig das Monitoring der für dich relevanten Themen und ermöglichen dir einen Überblick über das aktuelle Geschehen. KI-gestützt können die Mitarbeiter im Newsroom beliebige Informationsquellen in einem zentralen Tool bündeln und inhaltlich verwandte Informationen zusammenfassen. Posts in vielen Formaten – von Texten über Videos und Audios bis hin zu Grafiken und Animationen – lassen sich so einfach planen, erstellen und veröffentlichen. Das spart ihnen nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Zusammenarbeit im Team und erhöht die Qualität der Beiträge und Posts.

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