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Der Journalismus erfüllt einen wichtigen Informationsauftrag. Doch in Zeiten von immer mehr Kanälen und Rezipienten, die selbst zu Medienproduzenten werden und ihre Meinung in den sozialen Medien rund um die Uhr verbreiten können, wird diese Aufgabe immer schwieriger. Medienschaffende müssen sich daher fragen, wie sie das Publikum noch erreichen können, auch wenn die Medienlandschaft immer unübersichtlicher wird. Wie können sie Relevanz sicherstellen?

Die Lösung ist zugleich auch die Herausforderung: die Digitalisierung der Medienbranche. Wer die Digitalisierung der Medien als Chance begreift, kann die Möglichkeiten gewinnbringend nutzen. Doch wie kann es gelingen, die Digitalisierung von Medien zielführend voranzutreiben und zugleich Redaktionsprozesse wertschöpfend zu digitalisieren? Denn Journalismus um seiner selbst Willen – das ist auch für Rezipienten keine Option (mehr). Die Zeitung einfach online zu bringen ist bekanntlich nicht hilfreich. Stattdessen sind durch die Digitalisierung im Journalismus echte Mehrwerte für das Publikum zu schaffen. Hierfür müssen Medienhäuser einerseits zukunftsgerichtete Strategien und Prozesse für die Digitalisierung im Journalismus erarbeiten – sofern nicht bereits geschehen. Andererseits sind neuartige Konzepte in tragfähige Lösungen zu überführen und Redaktionsprozesse zu digitalisieren.

Digitalisierung im Journalismus: Wie ist die aktuelle Situation?

Natürlich wäre es Augenwischerei, würde man behaupten, im Journalismus stünde alles zum Besten. Ja, die Printauflagen sinken. Ja, die Erlöse aus dem Digitalgeschäft können die Verluste (noch) nicht auffangen. Und ja, die klassischen Medienmarken sind nicht mehr alleinige Gatekeeper und Meinungsbildner. Mit Social Media kann heute prinzipiell jeder Verbraucher selbst zum Nachrichtenproduzenten werden. Ausführliche Recherche, Einordnung komplexer Themen, argumentative Auseinandersetzung mit gegensätzlichen Meinungen – zumeist Fehlanzeige. Entsprechend steigt das Risiko, dass Rezipienten Fake News verbreiten und ebenso für bare Münze halten. Doch nicht nur die steigende Konkurrenz macht traditionellen Medien das Leben schwerer. Zugleich haben sich die Nutzungsgewohnheiten der Leser und Leserinnen verändert: Sie wollen Informationen auf jedem Kanal und zu jeder Zeit. Schnell ist eine Anfrage in die Suchmaschine eingetippt – und zwar nicht nur die Öffnungszeiten des Lieblingsrestaurants betreffend, sondern auch im Hinblick auf tagesaktuelle, politische und gesellschaftliche Entwicklungen.

Konsequenzen für den Journalismus

Der Kommunikationswissenschaftler Siegfried Weischenberg fasst die Herausforderungen, die der Journalismus heute zu bewältigen hat, treffend zusammen:

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1. Herausforderung: Mehr Konkurrenz

Die Digitalisierung im Journalismus schafft eine neue Konkurrenzsituation – und zwar nicht nur zwischen einzelnen Medienhäusern, sondern auch zwischen Medienhäusern und Suchmaschinen: Nutzer können heutzutage jene Kanäle, Formate und Angebote auswählen, die ihrem Informationsbedürfnis am besten entsprechen.
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2. Herausforderung: Größere Komplexität

Neben der bloßen Menge an Informationen wächst auch die Anzahl der Informationsquellen. Tweets und Posts verbreiten sich weltweit in kürzester Zeit. Das macht die Informationsflut sehr komplex. Die Nachrichtenlage händisch zu monitoren ist praktisch unmöglich.
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3. Herausforderung: Mangel an Professionalität

Wenn Nutzer und Rezipientinnen selbst zu Medienproduzenten werden, stellt sich unweigerlich die Frage, ob deren Inhalte überhaupt "journalistisch" sind und von guter Qualität. Sind die Text-, Video- und Audio-Beiträge professionell aufbereitet? Ist gut recherchiert, sodass solche Inhalte überhaupt als journalistisches Erzeugnis gelten dürfen?
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4. Herausforderung: Finanzielle Unsicherheit

News sind minutenaktuell verfügbar, Informationen schwirren permanent um uns herum. Darum sind viele Nutzer nicht bereit, für Inhalte zu zahlen – selbst dann nicht, wenn sie journalistisch hochwertig sind. Auch gleichen die Umsätze, die Medienhäuser mit digitalen Anzeigen erzielen, die Verluste im Printgeschäft nicht aus.

Zum Glück sind solche Krisen, ausgelöst durch das veränderte Mediennutzungsverhalten und technologischen Fortschritt, immer auch Innovationstreiber. Das erhöht vielerorts den Veränderungsdruck und viele Medienunternehmen haben bereits reagiert: mit eigenständigen, neuen Formaten für unterschiedliche Kanäle und einem crossmedialen Ansatz. Die Digitalisierung der Redaktionen ist also im vollen Gange. Und zurecht!

Welche Chancen eröffnet die Digitalisierung von Medien?

Denn die Digitalisierung des Journalismus ist eine große Chance, die es zu nutzen gilt. Indem renommierte Medienmarken auf ihren News-Plattformen, in ihren News-Apps und verschiedenen Kanälen gut recherchierte und verständlich aufbereitete Fakten bereitstellen, können sie sich als verlässliche und seriöse Instanz neben reichweitenstarken Influencern, Podcastern, YouTubern, Bloggern und privaten Nutzern positionieren. Wer jetzt denkt, dass Redaktionen aufgrund der Geschwindigkeit, mit der sich Informationsfragmente via Social Media und Co. verbreiten, kaum mithalten können, der irrt. Und eine gründliche Recherche und gewissenhafte Aufbereitung von Themen muss dabei nicht auf der Strecke bleiben.

Wie das geht?

Mit digitalen und effizienten Redaktionsprozessen, neuen Geschäftsmodellen sowie modernen Tools. Richtig angegangen, ergeben sich dann vielfältige Chancen der Digitalisierung:

  • Das Publikum dort erreichen, wo es Inhalte auch erwartet und wünscht
  • Leser*innen dank Daten und Analytics besser verstehen – und liefern, was sie brauchen
  • Online und remote besser zusammenarbeiten
  • Mit nur einer Datengrundlage content-zentriert arbeiten und crossmedial ausspielen
  • Einfacher und schneller recherchieren
  • Zeit sparen durch Automatisierung
  • Effizienz steigern und dabei Kosten senken

Exkurs: Die Digitalisierung der Musikbranche

Dass es gleich mehrmals gelingen kann, das eigene Geschäftsmodell disruptiv zu transformieren, zeigt das Beispiel der Musikbranche. Manche mögen sich noch an analoge Tonträger wie Schallplatten und Kassetten erinnern. Ihre erste große Zäsur erlebte die Musikindustrie mit Einführung der CD in den 1980er Jahren. Als das Internet Ende der 1990er Jahre als erschwingliche Flatrate in immer mehr private Haushalte einzog, schlitterte die Musikbranche in eine fundamentale Krise. Nutzer konnten einzelne Songs oder auch komplette Alben herunterladen, auf CD brennen und so in Umlauf bringen. Die finanziellen Verluste wogen sehr schwer – sowohl für Künstler als auch Plattenlabels. Die Branche hat sich selbst aus dieser Krise herausgearbeitet, indem sie Musik zunächst zum kostenpflichtigen Download angeboten hat – neuen Technologien wie dem digitalen Audioformat mp3 und immer schnellerem Internet sei Dank. Inzwischen haben sich cloudbasierte Streaming-Plattformen, auf die Verbraucher entweder kostenlos, aber werbefinanziert oder im werbefreien, aber kostenpflichtigen Abonnement zugreifen können, etabliert.

Zwei Thesen zur Digitalisierung des Journalismus

Sich dieses Beispiel als Vorbild nehmend, ist es also an der Zeit, Redaktionsprozesse ganzheitlich zu digitalisieren. Vielerorts haben Medienhäuser wie die ARD mit dem Media Data Hub und der WDR mit seinem Newsroom-Tool Plan.R bereits funktionierende Maßnahmen umgesetzt – mit Erfolg. Wohin die Reise gehen kann, möchten wir mit zwei Thesen zur Digitalisierung von Medien skizzieren:

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These 1: Journalisten werden (auch) zu Datenexperten.

Im Zeitalter von Social Media und offenen Daten explodiert die Menge der verfügbaren Informationen regelrecht. Um der Informationsflut Herr zu werden, können Journalisten auf digitale Tools zurückgreifen. Sie unterstützen Redakteure dabei, aus Daten Trends und Informationen abzuleiten – idealerweise KI-gestützt – und auf dieser Grundlage neue Ideen und Geschichten zu entwickeln. Bei der journalistischen Arbeit zumindest zeitweise die Brille eines Datenanalysten aufzusetzen und datengetrieben vorzugehen, eröffnet einen wesentlichen Vorteil: Nicht nur die investigative Recherche profitiert, sondern wer Trends erkennt, kann Beiträge produzieren, für die sich das eigene Publikum wirklich interessiert – und so neben der Relevanz auch die Reichweite des eigenen Mediums steigern.
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These 2: Journalisten haben wieder mehr Zeit für ihren eigentlichen Job = uns die Welt erklären.

Unter der Voraussetzung, dass Medienhäuser ein leistungsstarkes Redaktionssystem einsetzen, um ihre Redaktionsprozesse zu digitalisieren, können sich Journalisten wieder auf ihre eigentliche Aufgabe fokussieren: das immer komplexere Weltgeschehen erklären, Entwicklungen aufzeigen und in einen übergeordneten Kontext einbetten, Nachrichten einordnen, verschiedene Meinungen gegenüberstellen, Fake News aufdecken, Lösungen aufzeigen und dergleichen. Indem ein derartiges Tool neben der Recherche auch die Bewertung von Informationen sowie deren kanalspezifische Aufbereitung und crossmediale Distribution unterstützt, erhöhen Journalisten ihre Effizienz signifikant. Sie haben mehr Zeit, inhaltlich und optisch hochwertige Beiträge zu erstellen – sei es als Text, als Video, als Audio oder als Grafik.

Herausforderung: Digitalisierung von Medien

Ja, die Digitalisierung des Journalismus ist eine echte Chance für Medienhäuser. Doch neben all den Möglichkeiten, die moderne Newsroom Software eröffnet, sehen sich Redaktionen mit einer Reihe an Herausforderungen konfrontiert, wenn sie ihre Redaktionsprozesse digitalisieren wollen.

Wie eine 2021 Studie zur Medieninnovation der XPLR: MEDIA in Bavaria herausgefunden hat, hemmten vor allem klare Zuständigkeiten, feste Prozesse und -strukturen sowie das passende Know-how die Digitalisierung von Medienunternehmen. Vielerorts fehle es an Fachkräften – besonders im Bereich IT und Software.

Alte Prozesse verhindern Effizienz

Aus unserer Zusammenarbeit mit Medienhäusern können wir bestätigen: Gerade beim Thema Prozesse und Strukturen legen vorherrschende Technologien und das traditionelle Silo-Denken mit geschlossenen Abteilungen vielen Innovationen und einem effizienten Arbeiten Steine in den Weg. Eine Veränderung des Geschäftsmodells mit Fokus auf die Digitalisierung ist dann schwierig.

Auch der Umgang mit der Informationsflut stellt die Newsrooms in Medienhäusern vor eine echte Herausforderung. Die Timelines auf sämtlichen relevanten Social-Media-Plattformen im Blick zu behalten, jegliche Agenturmeldungen zu lesen, alle konkurrierenden News-Websites und Portale zu beachten, auszuwerten und auch zu verarbeiten – selbst mit einem Vielfachen an redaktionellem Personal könnten Medienunternehmen diese Aufgabe nicht effizient erledigen – außer, sie nutzen entsprechende Software-Lösungen.

Wie gelingt die Digitalisierung im Journalismus?

Die Digitalisierung im Journalismus fußt auf zwei Säulen: Zum einen braucht es moderne Newsroom-Konzepte, die – flankiert von einem professionellen Change Management – eine kollaborative Arbeitsweise ermöglichen. Für deren praktische Umsetzung sind zum anderen innovative Technologien unverzichtbar. Nur mit einer solchen strategischen und technologischen Grundlage ist es möglich, Redaktionsprozesse zu digitalisieren und die Effizienz im Newsroom zu erhöhen. Zu diesem Zweck setzen Redaktionen bereits verschiedene Software-Lösungen ein. Zur Standardausstattung gehören üblicherweise Tools für

  • Medien-Monitoring
  • Social Media Monitoring
  • Redaktionsplanung
  • Content Management
  • Bildbearbeitung
  • Videoschnitt
  • Collaboration
LESETIPP:

Warum die Redaktionsplanung mittels Excel-Liste und Google Docs für größere Redaktionen keine praktikable Option ist, liest Du auf unserer Themenseite über die verschiedenen Ansätze der Redaktionsplanung.

Daten und Assets sind zentral zu konsolidieren

Je nach Funktionsumfang der jeweiligen Lösung ist es dann möglich, Themen zu finden, Aufgaben zu planen, sie einem Redakteur zuzuweisen, Text-, Video- oder Audio-Beiträge zu produzieren und im gewünschten Kanal zu veröffentlichen. Doch sofern die verschiedenen Tools nicht miteinander integriert sind und produktionsrelevante Informationen sowie Assets nicht von einer Lösung in die andere fließen, entstehen isolierte Datensilos – und darunter leidet wiederum die Effizienz des gesamten Newsrooms.

Ein Ansatz, der wesentlich praktikabler ist, ist das Crossmedia Publishing: das medienübergreifende Publizieren von Inhalten aus einer gemeinsamen Quelle. Voraussetzung ist, dass jegliche Inhalte – Texte, Bilder, Grafiken, Animationen, Videos, Audios und dergleichen – ohne grafische Aufbereitung und Formatierung an einer zentralen Stelle gespeichert sind. Assets medienneutral vorzuhalten, eröffnet den Vorteil, dass sich ein und derselbe Content in verschiedenen Formaten und für unterschiedliche Ausgabekanäle bedarfsgerecht aufbereiten lässt.

LESETIPP:

Ein anschauliches Praxisbeispiel für medienübergreifendes Publizieren findest Du auf unserer Themenseite über Crossmedia Publishing.

Wie unterstützt ein zentrales Redaktionssystem die Digitalisierung von Medien?

Um die crossmediale Medienproduktion im Newsroom zu etablieren, braucht es ein Redaktionssystem, das alle Content-spezifischen Prozesse unterstützt – von der Sichtung der Inhalte über die Pflege, Verwaltung und Aufbereitung multimedialen Contents (Text, Video, Audio, Grafik) bis hin zur Veröffentlichung der Inhalte im gewünschten Publikationskanal. Redaktionen sollten alle Daten und Informationen gebündelt und übersichtlich aus einem Tool heraus verarbeiten können.

Eine solche effiziente und content-zentrierte Arbeit ermöglicht zum Beispiel unsere webbasierte Lösung Newsmind Stories. Wo früher interne Weitergaben, komplexe Prozesse und maximaler Aufwand unter Zeitdruck nötig waren, können Redaktionen mit Newsmind Stories sicherstellen, dass jede relevante Person im Unternehmen immer mit den aktuellsten Daten und medialen Inhalten arbeiten kann. Durch die Software gibt es eine gemeinsame Datengrundlage für die Arbeit im weltweiten Netzwerk, anstatt im Silo, und das ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Vorteile von KI in einem Redaktionssystem

Ist eine webbasierte Newsroom Software mit einer leistungsstarken KI-Komponente ausgestattet (wie Newsmind Stories), lassen sich insbesondere das Medien- und Social Media Monitoring sowie die Themenplanung automatisieren – eine der vier wesentlichen Herausforderungen im Hinblick auf die Digitalisierung im Journalismus. Doch wie funktioniert das?

KI überwacht relevante Streams, sortiert eingehende Meldungen und fasst sie zu Themenclustern zusammen.

KI berechnet die inhaltliche Nähe zwischen Themen.
KI fügt Informationen aus verschiedenen Quellen einer Themensammlung hinzu.
KI verknüpft verschiedene Assets in einer Themensammlung miteinander.
KI ergänzt um multimediales Archivmaterial.
KI erstellt Metadaten für jegliche Assets (auch im Archiv).

Wenn Redaktionsprozesse derart digitalisiert sind – und zwar in einem zentralen Redaktionssystem –, können Journalisten

  • bestehende Workflows digitalisieren und optimieren,
  • im Newsroom effizient zusammenarbeiten – auch remote,
  • Themen und Trends gemeinsam bearbeiten,
  • in verschiedenen Informationsquellen recherchieren,
  • News-Streams erstellen, die sich automatisch aktualisieren,
  • sich schnell einen Überblick über einen Themenkomplex verschaffen,
  • verschiedene Themenkomplexe durchsuchen und einzelne Nachrichten taggen,
  • eine themenzentrierte Arbeitsweise etablieren (Content-first-Ansatz),
  • einen maßgeschneiderten Redaktionsplan erstellen,
  • Themen und Beiträge in einen zeitlichen Kontext setzen,
  • thematisch passende Content-Vorschläge automatisch erhalten,
  • Inhalte aus internen und externen Quellen bedarfsgerecht kombinieren,
  • multimediale Beiträge crossmedial umsetzen und
  • Content im gewünschten Publikationsmedium (Online, Print, TV, Radio) veröffentlichen – entweder direkt oder über ein angeschlossenes Distributionssystem.
LESETIPP:

Weitere Informationen über die Funktionsweise eines KI-basierten Redaktions-Tools findest Du auf der Themenseite über Newsroom Software.

Checkliste

Redaktionsprozesse digitalisieren

Bei der Digitalisierung von Medien ist ein stufenweises Vorgehen sinnvoll. Die folgenden zehn Schritte führen Newsrooms zum Ziel:

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Analyse

Workflows im Newsroom analysieren.
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Definition

Redaktionelle Prozesse gemeinsam mit den Mitarbeitenden (neu) definieren.
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Anforderungen

Anforderungen an die Newsroom Software formulieren.
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Tool wählen

Passendes Redaktionssystem auswählen, idealerweise auch zur Redaktionsplanung für Social Media.
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Veränderung unterstützen

Veränderungsprozesse professionell umsetzen (Change Management, interne Kommunikation).
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Implementierung

Tool für das Crossmedia Publishing einführen.
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Kompetenz aufbauen

Anwender im Umgang mit dem Tool schulen.
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Quick Wins

Erste Redaktionsprozesse digitalisieren und Quick Wins erzielen.
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Automatisierung

Weitere Prozesse automatisieren
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Fit für die Zukunft

Von effizienten Abläufen in der Redaktion und einer kollaborativen Arbeitsweise dauerhaft profitieren.

Unser Fazit: Digitalisierung im Journalismus als Chance betrachten

Mit dem Siegeszug von Social Media, der immer größeren Macht der GAFA (oder nunmehr GAMA: Google, Apple, Facebook/Meta und Amazon) und den neuen Nutzungsgewohnheiten aufseiten der Leser- und Nutzerschaft haben sich die Rahmen- und Arbeitsbedingungen sowie das Rollenverständnis im Journalismus verändert. Um weiterhin gesellschaftlich relevant zu sein, sollten Medienmarken nicht am Anspruch festhalten, alleiniger Informationsvermittler zu sein. Natürlich haben sie diesen gesellschaftlichen Auftrag weiterhin inne. Doch sie erhalten vielfältige Konkurrenz – sowohl in Form qualitativ hochwertiger Beiträge als auch durch gefährliche Fake News. Vor diesem Hintergrund geht es jedoch nicht um den Kampf „Gut gegen Böse“ oder „Qualitätsjournalismus versus User-generated Content“.

Der Schlüssel lautet redaktionelle Effizienz und Mehrwert für das Publikum. Die Digitalisierung von Medien liegt im ureigensten Interesse der Medienhäuser, um bei der Zielgruppe relevant und im Markt wettbewerbsfähig zu bleiben. Und Medienhäuser sind auch gefordert, ihre Redaktionsprozesse zu digitalisieren, um kollaborativ zusammenarbeiten und Aufgaben zielführender erledigen zu können. So erhalten engagierte Journalisten den nötigen Freiraum und die erforderliche Zeit, um zum einen neue, spannende Formate zu entwickeln, aber zum anderen auch ihren wichtigen Bildungsauftrag zu erfüllen. Denn eines steht fest: Je komplexer und undurchsichtiger das Weltgeschehen wird, je mehr Meinungen in sozialen Netzwerken verbreitet werden, desto wichtiger sind vertrauenswürdige Journalisten, die Hintergründe professionell aufarbeiten und faktisch fundierte Informationen bereitstellen. Das macht guten Journalismus aus – gestern, heute und in Zukunft.

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