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Die Digitalisierung führt zu tiefgreifenden Veränderungen in allen Branchen und zwingt Unternehmen schon lange, über das bloße Vorhandensein einer Website hinaus zu denken. Das gilt auch für Medienunternehmen, die ebenso einem durch die Digitalisierung beschleunigten Strukturwandel gegenüberstehen. Nicht nur, dass Leser:innen in Echtzeit und digital nach journalistischen Multimedia-Inhalten suchen – auf den verschiedensten Plattformen.

Durch viele neue Teilnehmer und disruptive Geschäftsmodelle wird auch der Wettbewerb immer vielschichtiger. Und auch wenn einige das Wort Digitalisierung nicht mehr hören können: Viele stehen mit ihren Prozessen noch am Anfang. Und andere verlassen sich auf ein: “Das wurde schon immer so gemacht.” Doch auch letztere erkennen die Notwendigkeit für Wandel. Schließlich eröffnet er große Chancen für Innovation, Effizienzsteigerung und eine engere Kundenbindung. Aber dazu müssen sich Unternehmen kontinuierlich anpassen. Um also von den Chancen zu profitieren, braucht es Transformationsprozesse. Und diese haben mit Technologien genauso wie mit Menschen zu tun. Wie geht also digitale Transformation in Verlagen und Medienhäusern?

Was ist die digitale Transformation der Medien?

Die digitale Transformation ist im Grunde die Veränderung von traditionellen Prozessen und Geschäftsmodellen hin zu digitalen, um im digitalen Zeitalter erfolgreich zu sein, mit Mehrwert für die Kund:innen, und um dabei auch effizienter zu sein. Diese Definition der digitalen Transformation gilt für die Medienbranche ebenso wie für andere Industrien. Die Basis eines solchen Veränderungsprozesses ist dabei die Digitalisierung selbst – von analog auf digital. Für die Medien gilt: Wie Inhalte heute vom Publikum konsumiert und auch vom Wettbewerb erstellt werden, hat sich grundlegend verändert. Und mit diesem Medienwandel müssen sich Medienunternehmen entsprechend weiterentwickeln.

Das heißt: Traditionelle Medienunternehmen wie Verlage, Fernseh- und Radiostationen müssen reagieren und sich digitalisieren – sich eben digital transformieren und neue Technologien einsetzen, um sich zu modernisieren. Aber es geht nicht nur um die Verwendung neuer Technologien oder der Digitalisierung von Inhalten und neuer Angebote. Genauso entscheidend ist eine Anpassung von Kultur, Strukturen und Arbeitsweise in Unternehmen, um effiziente Prozesse sicherzustellen. Das kann auch bedeuten, dass bestimmte Geschäftsprozesse mit der Zeit wegfallen, weil sie nicht mehr benötigt werden und es effizientere Wege und Lösungen gibt. Und auch ganz neue Geschäftsmodelle entstehen.

LESETIPP:

Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung

Warum ist digitale Transformation für Medien wichtig?

Macht die Digitalisierung die traditionellen Medien und Verlage zu den Verlierern? Leider ja, wenn sie es nicht schaffen, ihre Angebote und die Art und Weise, wie Inhalte erstellt, verteilt und monetarisiert werden, zu überdenken. Aber nein, wenn sie die Chancen der Digitalisierung genauso nutzen wie andere das bereits getan haben. Die digitale Transformation für Medienunternehmen ist daher eine Notwendigkeit und wartet noch dazu mit vielen Vorteilen:

Vorteile digitaler Transformation

  • Prozesse effizienter gestalten und mehr Zeit für kreative Aufgaben und Innovationen frei räumen.
  • Neue Formate und Produkte schnell auf den Markt bringen – oder bei Bedarf ebenso schnell wieder zurückziehen.
  • Multichannel Publishing wird zur Norm und Inhalte werden über eine Vielzahl digitaler Kanäle hinweg konsistent und effektiv verbreitet.
  • Bedürfnisse der Leser:innen besser erfüllen und neue Interaktionsmöglichkeiten mit dem Publikum finden.
  • Neue Wege für die Monetarisierung von Inhalten und Wachstumsmöglichkeiten erschließen.

Wer also effizienter und schneller arbeiten kann bei gleichbleibender oder sogar noch besserer Qualität, der hat in Zukunft mehr Chancen. Und wie erreichen Unternehmen das und können auf den Möglichkeiten der Digitalisierung aufbauen? Dazu braucht es eben innovative Ansätze und Technologien, aber vor allem auch Transformationsprozesse.

Wie sieht eine Strategie für digitale Transformation aus?

Vielen Unternehmen steht ein ganzheitlicher Wandel bevor. Das betrifft die Neugestaltung der Geschäftsmodelle und -prozesse ebenso wie die der Inhalte. Doch eine große Herausforderung in vielen Unternehmen ist die Angst vor Veränderung und vor lauter Komplexität stellt sich vielen dazu die Frage: Wo sollen wir überhaupt starten? Die einfache Antwort ist: Mit einer Strategie.

Was muss eine solche Strategie beinhalten?
Mit einer Strategie ist nicht gemeint, alle kleinen Meilensteine zu definieren und einen Projektplan zu erstellen. Wir empfehlen vor allem, sich zu Beginn auf die Ziele zu konzentrieren und zwei Dinge zu verinnerlichen:

1.

Jedes Unternehmen braucht eine klare Vision. Wo soll es überhaupt hingehen? Wie soll die Zukunft aussehen? Wie positionieren wir uns? Warum braucht es Wandel? Diese Vision dient als Leitstern für Entscheidungen und Initiativen.

2.

Die Vision ist nichts ohne eine klare Führung, die das gesamte Team mitnimmt. Dabei muss Führung hier gar nicht hierarchisch gemeint sein. Es kann sich je nach Größe des Unternehmens um eine Arbeitsgruppe oder auch eine oder einen Verantwortliche:n handeln mit dem nötigen Verständnis und der Motivation, zu mobilisieren. Sie müssen die Notwendigkeit des Wandels klar kommunizieren können und als ein Vorbild für die Annahme neuer Technologien und Arbeitsweisen dienen.

Praktischer Zusatz-Tipp: Der Mensch im Fokus
Erfolgreiche Medienunternehmen bedenken in ihrer Strategie den Menschen – vor allem Kund:innen. Das heißt, es geht ganz klar um Vorteile für Mitarbeitende, aber sie bedenken auch schon eine kundenzentrierte Ausrichtung, bei der Nutzererlebnisse und Inhalte im Mittelpunkt stehen. Der Mehrwert für Kolleg:innen und auch das Publikum sind ein wichtiger Faktor des Warums. Schließlich ist Effizienz nichts, wenn die Inhalte nicht stimmen.

Digitale Transformation – Weitere Tipps zur Umsetzung

Sind Vision und Ziele klar kommuniziert? Dann geht es an die Arbeit. Viele Prozesse werden nun angestoßen und es kommen Fragen auf wie: “Welche Prozesse lassen sich optimieren?” oder “Wie verdienen wir in Zukunft Geld?” Und oft gibt es auch nicht den einen richtigen Weg, um die Antworten zu finden. Gerade wenn es um neue Geschäftsmodelle geht, können die Veränderungsprozesse auch etwas dauern. Es werden Methoden wie etwa das Business Model Canvas angewandt, es wird getestet, gelernt und schließlich angepasst. Aber es gibt auch Prozesse, die Unternehmen schon direkt angehen und teilweise umsetzen können – mit sichtbaren Ergebnissen (Motivation zum Weitermachen inklusive):

Mindset: Innovationsfreude etablieren

Für einen digitalen Wandel ist ein kultureller Wandel hin zu Offenheit, Lernbereitschaft und Innovationsfreude essentiell. Zum einen helfen Schulungen und Weiterbildungen, die digitale Kompetenz der Belegschaft zu stärken. Aber die Digitalisierung führt in vielen Industriezweigen auch dazu, dass Hierarchien flacher und horizontaler werden mit veränderten Kommunikationsstrukturen. Das Ergebnis: Teams können freier, schneller und unbürokratischer agieren und aus Ideen werden Innovationen, neue Formate und sogar neue Geschäftsmodelle. Mitarbeitende brauchen also Raum für Kreativität, aber ebenso auch die Rückendeckung, etwas Neues zu probieren – das betrifft auch neue Technologien.

Dynamik: Transformationsfähigkeit der Teams angehen

Für einen digitalen Wandel ist ein kultureller Wandel hin zu Offenheit, Lernbereitschaft und Innovationsfreude essentiell. Zum einen helfen Schulungen und Weiterbildungen, die digitale Kompetenz der Belegschaft zu stärken. Aber die Digitalisierung führt in vielen Industriezweigen auch dazu, dass Hierarchien flacher und horizontaler werden mit veränderten Kommunikationsstrukturen. Das Ergebnis: Teams können freier, schneller und unbürokratischer agieren und aus Ideen werden Innovationen, neue Formate und sogar neue Geschäftsmodelle. Mitarbeitende brauchen also Raum für Kreativität, aber ebenso auch die Rückendeckung, etwas Neues zu probieren – das betrifft auch neue Technologien.

Arbeiten: Redaktionelle Prozesse durch Software unterstützen

In jedem Content-Prozess steckt noch viel Potenzial zur Optimierung. Es gibt viele manuelle Workflows, repetitive Aufgaben und Routinen, die heute deutlich effizienter umgesetzt werden können. Deswegen ist es gut zu hinterfragen, ob man einige Steps nicht mit Hilfe innovativer Technologien vereinfachen kann. Dabei gibt es verschiedene Stellschrauben, die sich schon früh angehen lassen:

1

Unternehmen können die Arbeit für ihre Teams effizienter machen:

Durch innovative Software, die Überblick bietet und durch Automatisierungen repetitive und zeitfressende Aufgaben abnimmt. In Medienhäusern wie Verlagen oder auch Nachrichtenredaktionen kommen zum Beispiel Redaktionssysteme zum Einsatz, die auf allen Planungsebenen von Recherche bis Veröffentlichung unterstützen.
2

Unternehmen können mit Daten und Insights Zielgruppen besser verstehen:

Die digitale Transformation hängt eng mit den Bedürfnissen und Erwartungen der Kund:innen zusammen. Und um kundenzentriert zu handeln braucht es Maßnahmen für Crossmedia Analytics und Prozesse, die es ermöglichen, Kundenfeedback schnell zu sammeln. Nur so können Unternehmen Entscheidungen einfach datenbasiert treffen. Für Medien ist hier entscheidend, auf Software zu setzen, die Daten crossmedial aus unterschiedlichsten Quellen vereint. Das ermöglicht es, die Performance Daten mit der übergeordneten Strategie zu verknüpfen und die Insights in neue Angebote einfließen zu lassen.
3

Unternehmen können Kollaboration unabhängig von Ort und Zeit unterstützen:

Erst durch webbasierte Newsroom Systeme können Redaktionen sinnvoll über Abteilungen und Themen hinweg zusammenarbeiten. Wenn Inhalte und Assets zentral und digital vorliegen, lässt sich Arbeit vernetzen und verschiedene Versionen und Duplikate vermeiden. Das spart Zeit und ermöglicht eine konsistente Kommunikation über alle Kanäle hinweg.
4

Unternehmen können mit KI noch mehr Zeit sparen:

Auch künstliche Intelligenz spielt eine Schlüsselrolle in der Zukunft von Medienhäusern. Dabei gibt es viele Use Cases: Von der Analyse von Nutzerdaten, der Personalisierung oder Erstellung von Inhalten und der Optimierung von Betriebsabläufen. Zum Beispiel kann KI ganz einfach dabei helfen, Themen und Trends einfacher zu finden: mit automatisiertem Topic Spotting und Medienmonitoring.

Kollaboration: Externe Partner einbinden

Investitionen in die richtige Technologie und Software helfen dabei, Prozesse zu optimieren und Automatisierungspotenziale zu heben. Aber der Markt bietet inzwischen zahlreiche Lösungen und Tools: Für Unternehmen ist es nicht immer leicht zu erkennen, welche Software nun die richtige ist. Selber recherchieren und testen ist ein guter Anfang. Trotzdem: Die Komplexität der digitalen Landschaft macht es schwierig, alleine zu bestehen. Es macht durchaus Sinn, sich ein Netzwerk aufzubauen und auch externe Partner, seien es Technologie-Berater oder auch SaaS-Start-ups, ins Haus zu holen, die den Markt, die Zielgruppen und vor allem auch die innovativen Lösungen einschätzen und bewerten können.

Success Story

Beispiel aus der Praxis

Wie sehen optimierte, redaktionelle Prozesse in der Praxis aus? Der WDR hat mit der Redaktionssoftware Newsmind Stories crossmediale Themenplanung und Distribution aufgebaut:

Success Story lesen
Newsroom Software

Fazit

Die digitale Transformation ist für Medienunternehmen kein optionaler Schritt. Es ist eine notwendige Anpassung an die veränderten Marktbedingungen und Nutzererwartungen, um jetzt und in der Zukunft erfolgreich zu sein. Dabei geht es um einen ganzheitlichen Wandel, der eine starke Führung, eine klare Vision, Kundenzentrierung, flexible und skalierbare Ansätze sowie im besten Fall auch effektive Partnerschaften beinhaltet. Dazu zählen kulturelle Veränderungen ebenso wie technologische, um die Potentiale optimal zu heben.

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Jochen Schon

Gründer der Convit GmbH

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