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Um Zuschauer:innen und Hörer:innen ein passendes und nahtloses Programm zu bieten, sind verschiedenste Sendungen, Formate und Themen optimal aufeinander abzustimmen. Immer wieder neu, denn die Bedürfnisse der Zielgruppen ändern sich stetig. Dabei geht es nicht nur darum, Themen zu finden und in Beiträgen zu verarbeiten, sondern redaktionelle und administrative Abläufe müssen genau gesteuert und überblickt werden. Wir schauen uns auf dieser Seite an, was es mit Rundfunk und Rundfunk-Planung auf sich hat und welche Abläufe den redaktionellen Alltag kennzeichnen. Außerdem klären wir, wie Software für Radiosender und TV-Anstalten dabei unterstützen kann.

Was ist Rundfunk?

Mit Rundfunk bezeichnet man Hörfunk wie auch Fernsehen, genauer genommen die Übertragung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen. Bedingt durch die Digitalisierung gibt es heute ebenso digitalen Rundfunk. Zum Beispiel zählt das Livestreaming über das Internet zum Rundfunk-Angebot.

Zusammengefasst ist es ein Kommunikationsdienst, der Informations- und Unterhaltungsangebote über Empfangsgeräte wie Radios oder Fernseher an eine unbestimmte Zahl an Rezipient:innen überträgt. Traditionell wird das Programm dabei linear, nach einem vorab festgelegten Sendeplan ausgestrahlt, auf den die Zuhörer:innen und Zuschauer:innen keinen Einfluss haben. In Deutschland gibt es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der sich überwiegend über Gebühren finanziert, sowie auch den privaten Rundfunk, der vor allem durch Werbung getragen wird.

Für den öffentlich-rechtlichen wie auch privaten Rundfunk gibt es einen Medienstaatsvertrag. Dieser regelt den Umgang mit Medien und deren Inhalten in der digitalen Welt. Das Rundfunk-Programm in Deutschland soll demnach vielfältig, transparent und sicher für alle Nutzer:innen sein. Außerdem stellt der Vertrag zum Beispiel fest, dass das “Rundfunkprogramm eine nach einem Sendeplan zeitlich geordnete Folge von Inhalten” ist.

DEFINITION

Was ist Rundfunk-Planung und wie
funktioniert sie?

Um ein inhaltlich ausgewogenes und qualitativ hochwertiges Programm zu produzieren, ist eine professionelle Rundfunk-Planung Pflicht. Für Programmdirektor:innen oder Chefredakteur:innen ist das nicht selten auch eine organisatorische Herausforderung, die zeitliche und personelle Ressourcen bindet. Insgesamt müssen sie verschiedenste Inhalte aus den Bereichen Information, Bildung, Unterhaltung und Werbung so kombinieren, dass ein für Zuschauer:innen und Zuhörer:innen optimales Programm entsteht. Vor diesem Hintergrund unterscheidet man bei der Rundfunk-Planung unterschiedliche Elemente:

Programmplanung:
Mit der strategischen Programmplanung verfolgen Fernseh- und Radiosender das Ziel, sich über ihr Programm bei den Rezipient:innen als beliebte Marke zu positionieren. Bei der operativen Planung geht es hingegen darum, das bestehende Programm so reichweitenstark wie möglich zu vermarkten.

Programmstrategie:
Um die Rezipient:innen zu binden, hat es sich strategisch bewährt, bestimmte Formate, wie etwa Nachrichten oder Serien, an feste Sendeplätze zu setzen. Gleiches gilt für Programmblöcke, die aus ähnlichen Sendungen oder verwandten Sendungstypen bestehen. Bei der Programmstrategie gilt: Gewohnheit ist Trumpf.

Programmstruktur:
Steht das grundsätzliche Programm, sind einzelne Sendungen und Sendeformate so zu gliedern, dass ein hinsichtlich Art, Länge, und Reihenfolge der einzelnen Elemente harmonisches und wiedererkennbares Programm entsteht.

Programmschema:
Im Programmschema sind die Sendeplätze festgelegt. Die entsprechenden Redaktionen bestücken die einzelnen Sendungen dann mit täglich wechselnden Inhalten.

Wie finden Redaktionen Themen für die Rundfunk-Planung?

Die Prozesse der Themenfindung und -planung gleichen sich in journalistischen Redaktionen – ob in einer Fernsehanstalt, einem Radiosender oder in Medienhäusern generell. Und diese Workflows sind anspruchsvoll. Denn die Menge an Informationen, Content und News-Quellen vergrößert sich – von Minute zu Minute. Dabei sind Mitarbeitende in Redaktionen gefordert, aus der Vielzahl an Informationen jene herauszusuchen, die für die eigene TV- oder Radioplanung relevant sind:

  • Für die langfristige Programm-Planung
  • Für den redaktionellen Wochenablauf
  • Für einzelne Stories
  • Für News-Alerts.

Es steht also immer die Frage im Raum: Worüber berichten wir? Welche Themen sind für “On Air” gemacht? Dazu gibt es Redaktionskonferenzen oder auch Themenworkshops. Und immer öfter unterstützen Redaktionssysteme automatisch dabei, Themen und Trends zu finden.

Herausforderung: Überblick bei der Rundfunk-Themenplanung

Sind die Themen klar, bleibt zu klären: Was macht wer wann? Wo ist noch Platz im Programm? Wer ist für den einzelnen Beitrag zuständig? Die Herausforderung: Bei Sendeablaufplänen in Excel oder Word verlieren Redaktionen schnell den Überblick. Und werden Inhalte nicht medienneutral abgelegt, entstehen an unterschiedlichen Stellen ähnlich laufende Stories für verschiedene Programme und Angebote: nicht sehr effizient.

Bei der Rundfunk-Planung gibt es also die gleichen Herausforderungen, mit denen auch andere Medienhäuser zu kämpfen haben:

  • Wie können wir effiziente Prozesse in der Produktion etablieren?
  • Wie werden wir mit den Herausforderungen der Digitalisierung von Informationsflut bis Remote Arbeit fertig?
  • Wie können wir wirtschaftlich und effektiv auf unterschiedlichen Kanäle publizieren?
  • Wie können wir Daten nutzen, um mehr über unser Publikum und das Programm zu erfahren?

Die Lösung findet sich in der Digitalisierung selbst: Moderne Rundfunk-Planungs-Software, die nicht nur Antworten für die Planungsebene sowie Rundown Management liefert, sondern von Themenrecherche über Kreation und Kollaboration bis hin zur Publikation unterstützt.

Wie Newsmind Stories TV- und Radiosender organisiert und manuelle Arbeit abnimmt?
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Erfolgsfaktor Newsroom auch bei der Rundfunk-Planung

Im (digitalen) Newsroom kommen Mitarbeitende aus verschiedenen Redaktionen zusammen, um Themen zu diskutieren und die Distribution der angedachten Inhalte ressortübergreifend zu planen. Sofern vorhanden, bricht der Newsroom etwaige organisatorische, strukturelle und redaktionelle Silos auf – zugunsten einer wirklichen Kollaboration. Denn anstatt in Ressorts und fachlichen Zuständigkeiten zu denken und zu handeln, liegt der Fokus auf der crossmedialen Aufbereitung größerer Themenkomplexe mithilfe einer Newsroom Software. Das Ergebnis: Eine wirtschaftlichere Medienproduktion, von der nicht nur Nachrichtenredaktionen profitieren.

Warum Rundfunk-Planungs-Software einsetzen?

Eine Rundfunk-Planungs-Software oder Radio Automation Software zu nutzen, ist gleich aus mehreren Gründen sinnvoll und darum ratsam. Eine Rundfunk-Planungs-Software erlaubt Programm-Macher:innen, den kompletten Redaktionsprozess – von der Themenrecherche und der Themenplanung über die Aufbereitung und Produktion von Inhalten in Form von TV- und Radio-Beiträgen bis hin zu deren Veröffentlichung – effizient zu managen. Daneben unterstützt eine Rundfunk-Planungs-Software die Radioplanung, indem sie nicht nur Recherche- sowie Monitoring-Aufgaben automatisiert, sondern auch die Content-Produktion und -Distribution vereinfacht. So können Mitarbeitende zum Beispiel

  • die komplette Themen-, Aktions- und Sendeplanung effizient vornehmen,
  • den Sendeablauf planen,
  • redaktionelle Prozesse ebenso wie administrative Workflows steuern,
  • Sendeinhalte und Medien-Assets verknüpfen und
  • redaktionsübergreifend effizient zusammenarbeiten.

Die wichtigsten Funktionen einer Rundfunk-Planungs-Software in der Übersicht

Was kann eine moderne Rundfunk-Planungs-Software?

1

Monitoring

Sie überwacht die Streams unzähliger Informationsquellen wie Nachrichtenticker, Nachrichtenportale, X-Feeds (ehemals Twitter) und andere.
2

Themencluster

Sie sortiert die eingehenden Meldungen automatisch vor, fasst sie in Themen-Clustern zusammen und ermöglicht Mitarbeitenden, verschiedene Themenkomplexe gezielt zu durchsuchen und relevante Nachrichten zu taggen.
3

Dashboard

Sie stellt thematisch verwandte Meldungen in einem übersichtlichen Dashboard bereit.
4

Nachrichtenlage

Sie unterstützt Redakteur:innen dabei, sich einen Überblick über die aktuelle Themen- und Nachrichtenlage zu verschaffen und eine tagesaktuelle Rundfunk-Planung vorzunehmen.
5

Materialsammlung

Sie eignet sich dafür, eine Themensammlung zu erstellen und diese um thematisch passende Social Media Posts, Agentur- und Pressemeldungen sowie multimediales Archivmaterial zu ergänzen.
6

Themenzentriert

Sie verknüpft alle Objekte innerhalb der Themensammlung miteinander und bildet so das komplexe Weltgeschehen für die Rundfunk-Planung adäquat ab.
7

Publikation

Sie erlaubt, produzierte Beiträge über Konnektoren an angebundenen Kanäle und Plattformen crossmedial auszuspielen (z. B. Veröffentlichung eines informativen Audio-Beitrags auf der Website oder in der App des Radiosenders).
8

Interkonnektivität

Sie lässt zu, dass Themen, Stories und Termine einfach verknüpft werden.
9

Kollaboration

Sie organisiert Mitarbeitende und bietet eine Übersicht darüber, wer gerade an was arbeitet.
10

User Experience

Sie lässt sich intuitiv bedienen, bietet eine benutzerfreundliche Oberfläche und eine klare Darstellung der relevanten Informationen.

Welche Rolle spielt KI bei der Rundfunk-Planung?

Heute sollten in keiner Software für Rundfunk-Planung sinnvolle Funktionen zur Automatisierung fehlen. Denn Software, die mit einer KI-Komponente ausgestattet ist, kann Teams viel Arbeit bei manuellen Aufgaben abnehmen, die viel Zeit in Anspruch nehmen. Zum Beispiel:

  • Metadaten und Tagging übernehmen
  • Relevante Meldungen beobachten
  • Artikel zusammenfassen
  • Beim Erstellen von Moderations-Texten unterstützen

Technologien aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz wie Machine Learning, Natural Language Processing (NLP) oder auch die generative KI automatisieren und standardisieren eine Vielzahl an Prozessen entlang der Content-Recherche, -Erstellung, -Aufbereitung, -Produktion und -Veröffentlichung.

Wie genau eine NLP-basierte Redaktionssoftware funktioniert? Hier beschreiben wir es: Newsroom Software mit KI.

Gut zu wissen

KI-gestützte Redaktionssysteme können mit einer Vielzahl von historischen Daten arbeiten sowie Reichweitendaten auswerten (Big Data), um daraus Prognosen für zukünftige Entwicklungen abzuleiten: Kann sich ein Thema zu einem Trend entwickeln? Wird es dann eine große Reichweite erzielen? Solche Prognosen erlauben Redakteur:innen, die richtigen Themen auszuarbeiten. Zudem unterstützt eine KI dabei, den optimalen Zeitpunkt für die Ausstrahlung eines Radio- oder TV-Beitrags zu eruieren.

Newsmind Stories: Software für Radiosender, Fernsehen und Newsrooms

Newsmind Stories ist eine etablierte, cloudbasierte Rundfunk-Planungs-Software, mit der du deine Themenplanung vereinfachst, die Zusammenarbeit im Team verbesserst und Audio- sowie Video-Inhalte aus einem Tool heraus distribuierst. Zugleich behältst du jederzeit den Überblick über die redaktionsübergreifende Rundfunk-Planung und vereinfachst die damit einhergehenden redaktionellen Workflows. Mit unserem Redaktionssystem für Radiosender und Rundfunk erhöhst du die Effizienz der TV- und Radioplanung, eroberst die Kontrolle über die Informationsflut zurück, vergrößerst die Menge an qualitativ hochwertigem Output und bist mit deinen Themen in allen relevanten Kanälen präsent.

Weitere Informationen über die Vorteile findest du hier.

Rundfunk-Planung in der Praxis

Mit dem Westdeutschen Rundfunk nutzt eine der größten öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten unsere Rundfunk-Planungs-Software bereits seit Längerem sehr erfolgreich.

Dank Plan.R, das auf Newsmind Stories basiert, profitieren die Mitarbeitenden des WDR redaktionsübergreifend von den Vorzügen einer crossmedialen Redaktionsplanung und der zeitlich abgestimmten Veröffentlichung von Audio-, Video- und Textbeiträgen in unterschiedlichen Zielmedien, wie etwa Radio und Fernsehen.

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Jochen Schon

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